Alb. Frei Transporte AG, Industriestrasse 6, 9542 MünchwilenMo–Fr 06.00–18.00, Sa 07.00–12.00info@albertfrei.ch
Team und Fuhrpark der Alb. Frei Transporte AG

Alb. Frei Transporte AG – seit 1956

Ein Familienunternehmen aus Münchwilen mit rund acht Mitarbeitenden, eigenem Werkhof und Erfahrung auf Baustellen im ganzen Thurgau – seit 1956.

Unsere Firmengeschichte

Die Alb. Frei Transporte AG ist ein Familienunternehmen aus Münchwilen im Thurgau. Was 1956 mit einem Traktor und landwirtschaftlichen Fuhren begann, ist heute ein Betrieb mit rund acht Mitarbeitenden, eigenem Werkhof an der Industriestrasse 6 und einem Fuhrpark für Transporte, Kran- und Baggerarbeiten, Muldenservice sowie Kanal- und Schachtreinigung. Geführt wird die Firma in dritter Generation von Erich, Michael und Thomas Frei. Die folgende Geschichte erzählt nicht nur, was im Betrieb passierte, sondern auch warum: Jeder Schritt hatte einen Grund, der meist ausserhalb des Hofes lag.

Ein Bauernhof, ein Traktor und der Anfang von allem

Lastwagen von Albert Frei neben einem Gradall-Bagger auf einer Baustelle, Aufnahme aus den Anfangsjahren
Die frühen Jahre: Ein Lastwagen mit der Aufschrift Albert Frei neben einem Gradall-Bagger auf einer Baustelle in der Region.

Firmengründer Albert Frei kam am 12. Dezember 1928 in St. Margarethen zur Welt. 1955 heiratete er Hedy Frei-Richli. Ein Jahr später entstand in Münchwilen der Schweinestall, und mit dem Kauf eines Köpfli-Traktors nahm die Transporttätigkeit ihren Anfang.

Der Köpfli war kein beliebiger Traktor. Josef Köpfli, gelernter Automechaniker aus dem Kanton Luzern, hatte 1946 eine Vorderachse mit Zahnradlenkung entwickelt, mit der das innere Vorderrad fast im rechten Winkel einschlagen konnte. Zwischen 1948 und 1964 entstanden in kleinen Stückzahlen an wechselnden Produktionsstätten Traktoren mit diesem Merkmal, zeitweise auch in Wil, also gleich nebenan. Wer damals einen Köpfli kaufte, kaufte kein Massenprodukt, sondern ein Gerät, das wendiger war als die Konkurrenz. Für einen Betrieb, der zwischen engen Hofzufahrten und Landstrassen arbeitete, war genau das entscheidend.

Die Landwirtschaft mechanisierte sich in diesen Jahren in hohem Tempo, und wer eine Maschine besass, fuhr bald auch für andere. Aus Nachbarschaftshilfe wurde ein Geschäft. 1958 folgte der erste Lastwagen: der Schritt vom Bauernbetrieb mit Transporten zum Transportunternehmen mit landwirtschaftlichen Wurzeln.

1972: Der Einstieg in die Kanalreinigung war kein Zufall

Saurer Kanalreinigungsfahrzeug mit der Aufschrift Albert Frei Münchwilen Kanalreinigung
Kanalreinigung als zweites Standbein: ein Saurer mit der Aufschrift «Albert Frei Münchwilen Kanalreinigung».

Der Kauf des ersten Saug- und Spülwagens im Jahr 1972 wirkt im Rückblick wie ein glücklicher Griff. Tatsächlich fiel er mitten in einen Umbruch, der das ganze Land betraf. Die Schweizer Gewässer waren in den 1960er-Jahren so belastet, dass Behörden Badeverbote aussprechen mussten. Das zweite Gewässerschutzgesetz von 1971 änderte das grundlegend: Abwasser musste gereinigt werden, Liegenschaften mussten an die Kanalisation angeschlossen werden, Bund und Kantone übernahmen zusammen rund sechzig Prozent der Baukosten von Kläranlagen.

Die Zahlen zeigen, was das auslöste. 1964 standen in der Schweiz 67 mechanisch-biologische Kläranlagen in Betrieb, 1983 waren es 901. Der Anteil der Bevölkerung, deren Abwasser gereinigt wurde, stieg zwischen 1970 und 1990 von rund dreissig auf neunzig Prozent. In jeder Gemeinde wurden Leitungen verlegt, Schächte gesetzt, Anschlüsse gebaut. Und alles, was gebaut wird, muss von da an unterhalten werden: gespült, gesaugt, kontrolliert.

Albert Frei sah diesen Bedarf früh und kaufte das Fahrzeug dafür. Aus dieser Entscheidung wurde ein Geschäftsfeld, das bis heute zum Kern gehört und den Betrieb durch jede Baukonjunktur trägt. Kanäle verstopfen unabhängig davon, ob gerade viel oder wenig gebaut wird.

Aus dem Fotoalbum der Familie

Hellblauer Saurer mit Saugtank und Aufschrift Kanalreinigung von Albert Frei, historische Aufnahme
Saurer mit Saugtank und der Aufschrift «Kanalreinigung»: so sahen die ersten Fahrzeuge für die Kanalreinigung aus.

1974 bis 1977: Grossbaustelle Tanklager Tägerschen

Raupenbagger belädt einen Lastwagen der Alb. Frei Transporte AG auf einer Grossbaustelle
Aushub und Abtransport auf einer Grossbaustelle: Raupenbagger lädt, der Lastwagen führt ab.

Wenige Kilometer von Münchwilen entfernt entstand in diesen Jahren eine der grössten Baustellen der Region. Das Tanklager Tägerschen wurde ab 1973 als Gemeinschaftswerk mehrerer Mineralölfirmen gebaut, die Bauzeit betrug rund drei Jahre. Hintergrund war die Pflichtlagerhaltung: Mineralölimporteure müssen in der Schweiz Vorräte für Notlagen halten. Heute fassen die Tanks der Anlage mehrere hundert Millionen Liter, 1978 kam ein Gleisanschluss dazu.

Die Alb. Frei Transporte AG war nach eigener Chronik von 1974 bis 1977 mit einem Grossauftrag an diesem Bau beteiligt. Für einen Familienbetrieb dieser Grösse war das eine andere Liga: monatelange Auslastung, feste Abläufe, Zusammenarbeit mit Bauunternehmungen, die im ganzen Land arbeiteten. Solche Aufträge prägen einen Betrieb länger als die Rechnung, die am Schluss geschrieben wird.

1975 kam ein Komatsu Trax dazu, eine Laderaupe, mit der die Firma Aushub selbst laden konnte. Das war der Schritt vom reinen Transporteur zum Unternehmen mit eigener Aushubkapazität. Wer Aushub laden und wegführen kann, ohne auf Dritte zu warten, ist auf der Baustelle unabhängig, und Unabhängigkeit ist in diesem Geschäft bares Geld.

1979 bis 1988: Kipper, Kies und die ersten Mulden

Vierachskipper der Alb. Frei Transporte AG beim Belagseinbau in einer Dorfstrasse
Vierachskipper im Strassenbau: mehr Nutzlast pro Fahrt bedeutet weniger Fahrten für dieselbe Menge.

1979 kam der erste Saurer-Vierachskipper. Saurer aus Arbon war damals der Inbegriff des Schweizer Nutzfahrzeugs, gebaut für Steigungen, Zuladung und lange Lebensdauer. Ein Vierachser bedeutete deutlich mehr Nutzlast pro Fahrt, also weniger Fahrten für dieselbe Menge Kies oder Aushub.

1988 folgten die ersten Muldenfahrzeuge. Auch dahinter steht eine Entwicklung, die grösser ist als der einzelne Betrieb: Bauabfälle wurden zunehmend nicht mehr einfach abgelagert, sondern getrennt, aufbereitet und verwertet. Getrennte Sammlung braucht Behälter, und Behälter brauchen Fahrzeuge, die sie bringen, wechseln und abholen. Aus dieser Zeit stammt der Muldenservice, der heute von der Kranmulde mit 1 m³ bis zur Rollmulde mit 36 m³ reicht.

Aus dem Fotoalbum der Familie

Hellblauer Saurer-Kipper von Albert Frei Münchwilen beim Abkippen, historische Aufnahme
Saurer-Kipper beim Abladen, beschriftet mit «Albert Frei Münchwilen».
Saurer-Dreiachskipper mit Aushub auf einer Baustelle, historische Aufnahme
Ein Saurer-Dreiachser mit Aushub auf der Baustelle.
Hellblauer Saurer D290 mit Blachenaufbau von Albert Frei, historische Aufnahme
Saurer D290 mit Blachenaufbau im typischen Hellblau.
Saurer D290 und Volvo von Albert Frei nebeneinander, historische Aufnahme
Saurer D290 und Volvo: die Flotte wächst mit Kipper, Kies und Mulden.

1992: Die vier Söhne übernehmen

1992 ging der Betrieb an die vier Söhne Pius, Erich, Beni und Albert. In den folgenden zwei Jahrzehnten war die Firma in Aushub, Abbruch, Strassen- und Kanalreinigung, Muldenservice und Kranarbeiten tätig.

Firmengründer Albert Frei starb am 13. Mai 2002. Seine Frau Hedy, die den Betrieb von Anfang an mitgetragen hatte, starb am 26. Dezember 2013 im Alter von 82 Jahren.

Aus dem Fotoalbum der Familie

Zwei Kanalreinigungsfahrzeuge, ein Muldenwagen und ein Traktor von Albert Frei, historische Aufnahme
Kanalreinigung, Muldenservice und der Traktor aus den Anfängen: die Flotte um 2000.
Blau-weisser MAN-Vierachskipper von Albert Frei, historische Aufnahme
MAN-Vierachskipper im neuen Blau-Weiss mit «Albert Frei»-Schriftzug.

2012: Trennung, Neuanfang, eigener Werkhof

Im Mai 2012 trennten sich die vier Brüder geschäftlich. Erich Frei übernahm die Alb. Frei Transporte AG zu hundert Prozent und verlegte den Standort an die Industriestrasse 6 in Münchwilen, wo ein neuer Werkhof entstand. Im August 2012 wurde er bezogen, am 8. Juni 2013 stellte die Firma ihn an einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vor.

Ein eigener Werkhof klingt nach Beton und Blech, ist aber vor allem eine organisatorische Entscheidung. Fahrzeuge, Mulden, Material und Werkstatt an einem Ort bedeuten kurze Rüstzeiten am Morgen, eigene Instandhaltung statt Wartezeit in fremden Garagen und Platz, um Material für Kunden zwischenzulagern.

Seit 2020: die dritte Generation

Seit 2020 führen Erich, Michael und Thomas Frei das Unternehmen gemeinsam. Alle drei sind im Tagesgeschäft eingebunden. Wer bei Alb. Frei anruft, spricht mit jemandem, der die Fahrzeuge kennt und die Tagesplanung im Kopf hat, nicht mit einer auswärtigen Zentrale, die Rückruf verspricht.

2022 kam ein Fünfachser dazu, der sowohl als Kipper als auch als Thermofahrzeug für Belag eingesetzt wird. Ein Fahrzeug, zwei Einsatzarten: Das passt zu einem Betrieb, der seine Flotte nach dem ausrichtet, was die Kunden auf der Baustelle tatsächlich brauchen.

Der Eintrag im Handelsregister des Kantons Thurgau umfasst Transporte aller Art im In- und Ausland, Strassen- und Kanalreinigungen samt Kanalfernsehdienstleistungen, Schneeräumungen, Bagger- und Kranarbeiten sowie Muldenservice. Diese Aufzählung ist keine Absichtserklärung, sondern die Summe von siebzig Jahren: Jede Position steht für eine Maschine, die irgendwann angeschafft wurde, weil ein Kunde sie brauchte.

Was davon heute zählt

Drei Dinge lassen sich aus dieser Geschichte ablesen. Erstens: Der Betrieb ist mit seiner Region gewachsen, nicht gegen sie. Die Kanalreinigung kam, als der Thurgau seine Leitungen baute. Der Muldenservice kam, als Bauabfall getrennt werden musste. Zweitens: Es wurde immer in eigene Maschinen investiert statt in Verwaltung. Das ist der Grund, weshalb ein Achtpersonenbetrieb Aufträge von Gemeinden und Bauunternehmungen ausführen kann. Drittens: Die Entscheidungswege sind kurz geblieben. Wer hier zusagt, kann auch liefern.

Die Einsatzgebiete reichen von Münchwilen und Wil über Sirnach, Aadorf und Frauenfeld in den ganzen Thurgau und die angrenzende Ostschweiz. Für Transporte fahren wir auf Anfrage auch darüber hinaus.

Die Firmengeschichte in Stichworten

1928Albert Frei wird am 12. Dezember in St. Margarethen geboren.
1955Albert Frei und Hedy Frei-Richli heiraten.
1956Bau des Schweinestalls in Münchwilen und Kauf des Köpfli-Traktors für landwirtschaftliche Arbeiten und Transporte.
1958Kauf des ersten Lastwagens. Aus Fuhren für Nachbarn wird ein Transportgeschäft.
1971Das zweite eidgenössische Gewässerschutzgesetz tritt in Kraft und löst den landesweiten Bau von Kanalisationen und Kläranlagen aus.
1972Kauf des ersten Saug- und Spülwagens. Einstieg in die Kanal- und Schachtreinigung.
1974–1977Grossauftrag beim Bau des Tanklagers Tägerschen, einer der grössten Baustellen der Region.
1975Kauf eines Komatsu Trax (Laderaupe), eigene Aushubkapazität.
1979Erster Saurer-Vierachskipper, mehr Nutzlast pro Fahrt für Kies und Aushub.
1988Anschaffung der ersten Muldenfahrzeuge. Beginn des Muldenservice.
1992Übernahme der Firma durch die vier Söhne Pius, Erich, Beni und Albert Frei.
1992–2012Tätigkeit in Aushub, Abbruch, Strassen- und Kanalreinigung, Muldenservice und Kranarbeiten.
2002Firmengründer Albert Frei stirbt am 13. Mai.
2012Geschäftliche Trennung der vier Brüder. Erich Frei übernimmt die Alb. Frei Transporte AG zu 100 Prozent und verlegt den Standort an die Industriestrasse 6. Im August Bezug des neuen Werkhofs.
2013Tag der offenen Tür im neuen Werkhof am 8. Juni. Am 26. Dezember stirbt Firmengründerin Hedy Frei im Alter von 82 Jahren.
2020Die Firma wird von Erich, Michael und Thomas Frei in dritter Generation geführt.
2022Neuer Fünfachser, einsetzbar als Kipper und als Thermofahrzeug für Belag.
heuteRund acht Mitarbeitende, eigener Werkhof in Münchwilen, Einsätze im ganzen Thurgau und in der Ostschweiz.

Zahlen und Fakten

  • Gegründet: 1956 als Familienbetrieb, seit 1962 im Handelsregister eingetragen
  • Rechtsform: Aktiengesellschaft, UID CHE-107.095.321, Handelsregister des Kantons Thurgau
  • Sitz: Industriestrasse 6, 9542 Münchwilen TG
  • Mitarbeitende: durchschnittlich acht
  • Leitung: Erich Frei, Michael Frei, Thomas Frei
  • Leistungen: Transporte und Maschinen, Kran- und Greiferarbeiten, Baggerarbeiten, Muldenservice und Entsorgung, Kanal- und Schachtreinigung, Rohrreinigung im Notdienst, Recycling, Steine und Kies
  • Einsatzgebiet: Münchwilen, Wil, Sirnach, Aadorf, Frauenfeld, Kanton Thurgau und angrenzende Ostschweiz

Quellen zum geschichtlichen Umfeld: Historisches Lexikon der Schweiz und Bundesamt für Umwelt zur Entwicklung der Abwasserreinigung nach 1971; Tanklager Tägerschen AG und Tagblatt zur Bauzeit und Funktion der Anlage; Dokumentation zum Schweizer Traktorenbau zu den Köpfli-Traktoren. Die betrieblichen Daten stammen aus der Chronik der Familie Frei und dem Handelsregister des Kantons Thurgau.

Häufige Fragen zum Unternehmen

Seit wann gibt es die Alb. Frei Transporte AG?

Der Betrieb geht auf das Jahr 1956 zurück, als Albert Frei in Münchwilen mit einem Köpfli-Traktor landwirtschaftliche Arbeiten und Transporte ausführte. 1958 kam der erste Lastwagen dazu. Im Handelsregister ist die Aktiengesellschaft seit 1962 eingetragen, geführt wird sie heute in dritter Generation.

Wer führt das Unternehmen heute?

Seit 2020 leiten Erich, Michael und Thomas Frei die Alb. Frei Transporte AG gemeinsam. Alle drei sind im Tagesgeschäft eingebunden, kennen die Fahrzeuge und die Baustellen. Entscheide fallen darum kurzfristig und ohne Umweg über eine auswärtige Zentrale.

Wie gross ist das Team?

Im Durchschnitt arbeiten acht Mitarbeitende im Betrieb, dazu kommt der eigene Fuhrpark mit Lastwagen, Kranfahrzeugen, Baggern, Mulden und Spül- sowie Saugfahrzeugen. Diese Grösse erlaubt persönliche Betreuung und trotzdem genügend Kapazität für Aufträge von Gemeinden und Bauunternehmen.

In welchem Gebiet sind Sie im Einsatz?

Schwerpunkt sind Münchwilen, Wil, Sirnach, Aadorf und Frauenfeld sowie der ganze Kanton Thurgau und die angrenzende Ostschweiz. Transporte führen wir auf Anfrage auch darüber hinaus aus. Für einen Einsatz ausserhalb des Stammgebiets klären wir Zeitfenster und Anfahrt vorab am Telefon.

Wenn es pressiert, rufen Sie an

Verstopfter Kanal, überlaufender Schacht oder ein Transport, der heute noch fahren muss. An diesen Nummern nimmt jemand ab.

AnrufenAnfrage senden